Monthly Archives: Juli 2017

Kriminalitätsopfern helfen – Straftaten vorbeugen

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Urlaubs- und Ferienzeit verbinden wir mit Entspannung und Spass. Doch während wir uns am Strand räkeln freuen sich kriminelle Einbrecher zuhause über schlecht gesicherte Häuser und Wohnungen. In ganz Deutschland herrscht zur Zeit wieder Einbruch-Hochsaison. Am vergangenen Wochenende wurde unter anderem in eine Wohnung eines Seniorenheims in Mettmann bei Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) eingebrochen und auch in Rüsselsheim (Hessen) verschafften sich Einbrecher Zugang zu einer Erdgeschosswohnung. Neben dem materiellen Schaden leiden Betroffene häufig auch unter psychischem Folgen eines Einbruchs. Bei Schlaflosigkeit, Unruhe oder gar Verängstigung kann neben dem Arztbesuch auch die Organisation „WEISSER RING“ wieder Mut und neue Hoffnung geben. Diese unterstützt Kriminalitätsopfer mit immaterieller Hilfe, wie zum Beispiel Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, Gewährung von Rechtsschutz sowie finanzielle Unterstützung von tatbedingten Notlagen. „Aber auch schon ein Telefongespräch, der Besuch am Krankenbett oder die Hilfe im Umgang mit Behörden können den Betroffenen wieder Mut und neue Hoffnung geben. Opfer einer Straftat sollen das Gefühl haben, nicht vergessen worden zu sein.“

Diese vielen ehrenamtlichen Helfer kümmern sich deutschlandweit aber nicht nur um die Opfer von Einbrüchen. Beispielsweise können auch die Opfer der Krawalle und sexuellen Übergriffen bei den Volksfesten in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) oder Böblingen am vergangenen Wochenende die Hilfe der Organisation in Anspruch nehmen. „Unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, Staatsangehörigkeit und politischer Überzeugung erhalten Opfer von Kriminalität bei uns schnelle und direkte Hilfe.“ Offene Ohren und persönliche Zuwendung stehen am Anfang und im Mittelpunkt der Hilfe, betont Christian Jahn-Pabel, Leiter der Aussenstelle Hameln-Pyrmont und Opferhelfer seit 1982. „Die Hilfe des WEISSEN RINGS ist kostenlos und wird jedermann – auch Nichtmitgliedern – gewährt.“ Reicht die Hilfe der Ehrenamtlichen nicht mehr aus, kümmert sich die Organisation auch um Hilfe durch die passenden Fachleute, beispielsweise Anwälte und Psychologen. „Wir helfen auch den Angehörigen und dem Opfer nahe stehenden Personen, Nothelfern und Tatzeugen. Wir helfen Menschen, die in Deutschland leben, auch wenn sie im Ausland Kriminalitätsopfer werden.“

Um die umfassende und wertvolle Arbeit des Opferhilfevereins zu unterstützen, überreichten Klaus und Beate Hoffmann, Geschäftsführer von kh Security GmbH & Co.KG und safe4u Germany Alarmanlagen am 13. Juli 2017 einen üppigen Spendenscheck. Im Rahmen der Jahresauftakt-Gala von safe4u Alarmanlagen hatten die Vertriebspartnern des Direktvertriebs Spenden gesammelt – kh-security stockte den Betrag noch einmal zusätzlich auf 1200,- Euro auf.

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Das Mutterunternehmen kh-security vertreibt bereits seit 1990 erfolgreich Produkte zum Selbstschutz und für die Haussicherheit, safe4u Alarmanlagen ist seit dem Start im Jahre 2015 der größte Direktvertrieb für Alarmanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für Klaus Hoffmann ist die Spende eine Ehrensache: „Niemand sollte Opfer einer Straftat wie eines Überfalles oder eines Einbruchs werden. Leider können wir die Straftaten nicht verhindern und auch nicht jeder schützt sich rechtzeitig mit Sicherheitsartikeln oder einer Alarmanlage.“ Viele Studien haben inzwischen bewiesen, dass Kriminalitätsopfer oft noch Jahre nach der Tat an psychischen Folgen leiden – Schlafstörungen, Ängste und sogar Depressionen sind keine Seltenheit. „Der Weisse Ring macht einen wichtigen und hervorragenden Job“, so Hoffmann weiter. „Der Verein unterstützt die Opfer unkompliziert und hilft Ihnen, die Folgen dieses schlimmen Erlebnisses zu verarbeiten. Deswegen unterstützen wir den Weißen Ring.“

Das neue Waffengesetz tritt in Kraft

Seit Donnerstag, 06. Juli ist das neue Waffengesetz in Kraft. Es reglementiert die Pflichten von rechtmäßigen Waffenbesitzern in Deutschland noch mehr als bisher. Und das, obwohl Deutschland sowieso bereits eines des härtesten Waffengesetze weltweit hatte. Mit dem Ziel, illegalen Waffenbesitz zu unterbinden und dadurch auch Terroranschläge zu verhindern stimmten Bundestag und Bundesrat dem Gesetzentwurf schnell zu. Deutsche Waffenbesitzer bemängeln, dass die neuen Regelungen allerdings nur das Leben rechtschaffender Bürger erschweren würde, denn strengere Aufbewahrungsvorschriften oder Abfragen beim Verfassungsschutz beeindrucken Terrorverdächtige generell eher weniger.

Ein Kernpunkt des verschärften Waffengesetzes liegt in der Waffenaufbewahrung. Bei der Neuanschaffung eines Waffenschrankes muss nun ein höherer Standard eingehalten werden. Alte Waffenschränke dürfen weiter benutzt werden, bis die Lagerkapazität erreicht ist. Zudem wurde klargestellt, dass Waffen nur ungeladen aufbewahrt werden dürfen. Diese Regelung betrifft in der Praxis vor allem Sportschützen und Jäger.

Der Durchschnittsbürger ohne Waffenschein verfügt meist nur über sogenannte „freie Waffen“. Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrechts stellt fest: „Für Blankwaffen und andere erlaubnisfreie Waffen, wie etwa Luftdruckgewehre, ergeben sich keine Änderungen. Allerdings stellt der Gesetzgeber deutlicher als zuvor klar, dass auch freie Waffen vor dem Zugriff durch Unberechtigte geschützt und entsprechend gelagert werden müssen. Die Lagerung sollte mindestens in einem abschließbaren Holzschrank oder einem abschließbaren Raum – etwa Besenkammer – erfolgen. Auch eine abschließbare Wandvorrichtung – etwa für Degen oder Schwert – ist geeignet. Eine Armbrust muss verschlossen gelagert werden, ein Bogen hingegen ist laut Waffenrecht keine Waffe. Verschlossen und zudem ungeladen müssen Gas- und Signalwaffen gelagert werden.“

Doch auch wenn das neue Waffengesetz sogenannte „freie Waffen“ nicht tangiert, so gibt es doch eine Vielzahl von Regelungen bzgl. Erwerb, Aufbewahrung und Nutzung, derer man sich bei Kauf eines solchen Artikels bewusst sein sollte.

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Was ist eigentlich eine Waffe?

Der Begriff „Waffe“ klingt für viele erst einmal abschreckend, gefährlich und wir assoziieren diese oft nur mit militärischen Auseinandersetzungen. Dabei sind „Waffen“ laut Definition alle Gegenstände, die dazu bestimmt oder dafür geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen.

In unserer 4-teiligen Blog-Serie liefern wir Ihnen alle grundlegende Informationen zu diesem Thema.

 

HEUTE: WAS – ist (nicht) als Waffe definiert und welche Auflagen gibt es

Viele Menschen möchten sich und ihre Familie für Übergriffen schützen und greifen deshalb vermehrt zu Selbstschutzartikeln. Was viele aber nicht wissen: bei polizeilichen Kontrollen können gewisse frei verkäufliche Selbstschutzartikel zu Problemen führen.

Die Paintball-Gun des 18-jährigen Sohnes gehört dabei genauso dazu wie das Pfefferspray der 14-jährigen Tochter. Sogar Mamas Küchenmesser, Papas Baseball Equipment oder Juniors Spielzeug-Schusswaffen-Attrappe können unter Umständen als Waffen gelten. Oft ist die Abgrenzung schwierig, denn vieles ist als Waffe geeignet, jedoch nicht für diesen Zweck bestimmt. Orientierung geben diverse Kennzeichnungen auf den Gegenständen.

Prüfzeichen - Buchstabe F in einem Fünfeck

Beispielsweise steht das „F“ im Fünfeck-Stempel für sogenannte „freie Waffen“. Diese sind prinzipiell frei verkäuflich. Es ist kein polizeiliches Führungszeugnis, Vereinszugehörigkeit oder Sachkunde nachzuweisen. Die erwähnte Paintball-Gun gehört in diese Kategorie. Der Besitzer einer freien Waffe muss allerdings häufig gewisse Auflagen erfüllen, wie zum Beispiel ein Mindestalter beim Kauf. Auch die Nutzung ist oft streng reglementiert. So dürfen zum Beispiel Paintball-Guns nur innerhalb befriedeter Besitztümer abgefeuert werden. Ein „Führen“, also das „Bei-sich-haben“ oder „herumtragen“, in der Öffentlichkeit ist bei Painball-Guns generell verboten. Ein Verstoß gegen die Auflagen gilt als Ordnungswidrigkeit. Bei anderen freien Waffen, wie zum Beispiel Elektroschockern, gelten abweichende Regelungen.

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Auch das Pfefferspray der 14-jährigen Tochter kann als Waffe gelten wenn der Aufdruck „Tierabwehrspray“ fehlt. In den Fall ist der Erwerb erst ab 14 Jahren erlaubt und es muss ein Stempel des BKA (Bundeskriminalamts) und des PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) aufgedruckt sein. Auf der Kirmes oder beim Pop-Konzert bietet dieses Pfefferspray übrigens keinen Schutz vor Übergriffen, denn bei Veranstaltungen darf es nicht mitgeführt werden. Beim Joggen im Park darf es in der Hosentasche dabei sein.

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Anders verhält es sich, wenn ein „Tierabwehrspray“ erworben wird. Dies gilt nicht als Waffe und der Erwerb sowie das Führen sind ohne Altersbeschränkung erlaubt. Für beide Versionen gilt, dass die Aufmachung nicht einer Waffe nachempfunden sein darf (Anscheinwaffe). Denn dann ist das Führen generell verboten.

Beruhigt sein dürfen Mama und Papa, denn der Baseballschläger gilt in erster Linie als Sportgerät und dem Küchenmesser wird grundlegend keine Waffeneigenschaft zugestanden. Die Grenzen zu „Hieb- und Stichwaffen“ sind allerdings fließend, da die Definition der Begrifflichkeit sehr allgemein gehalten ist. Im Einzelfall entscheidet die objektive Gestaltung des Gegenstands, ob dessen primärer Zweck ist, die Angriffs- und Abwehrfähigkeit eines Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen.

Und bei Juniors Spielzeugwaffe kommt es im Prinzip darauf an, wie detailgetreu diese einer echten Schusswaffe nachgebaut ist und mit wieviel Energie die Spielzeuggeschosse abgefeuert werden. Übertrifft die Geschoss-bewegungsenergie 0,5 Joule, gilt das Objekt als Waffe und darf erst ab 18 Jahren gekauft und besessen werden. In dem Fall spricht der Gesetzgeber von „Softairwaffen“. Ein Führen in der Öffentlichkeit ist in diesem Fall generell verboten. Handelt es sich offensichtlich um ein Spielzeug und ist die Bewegungsenergie geringer als 0,5 Joule, ist der Besitz und Gebrauch ohne Altersbeschränkung jederzeit zulässig. Das Gesamterscheinungsbild darf aber keinesfalls den Anschein einer echten Feuerwaffe hervorrufen.

Selbstschutzartikel sind nicht ohne Grund im Moment gefragt wie nie. Jedoch sollte sich jeder Interessent zuerst mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen vertraut machen. Grundsätzlich gilt, dass jeder Waffenbesitzer – also auch der Besitzer von Schreckschuss-, Hieb- oder Stoßwaffen, für die sichere Verwahrung und den sicheren Transport des Objekts verantwortlich ist. Des Weiteren müssen alle Waffen gegen den Zugriff von Unbefugten gesichert sein.

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