Das neue Waffengesetz tritt in Kraft

Seit Donnerstag, 06. Juli ist das neue Waffengesetz in Kraft. Es reglementiert die Pflichten von rechtmäßigen Waffenbesitzern in Deutschland noch mehr als bisher. Und das, obwohl Deutschland sowieso bereits eines des härtesten Waffengesetze weltweit hatte. Mit dem Ziel, illegalen Waffenbesitz zu unterbinden und dadurch auch Terroranschläge zu verhindern stimmten Bundestag und Bundesrat dem Gesetzentwurf schnell zu. Deutsche Waffenbesitzer bemängeln, dass die neuen Regelungen allerdings nur das Leben rechtschaffender Bürger erschweren würde, denn strengere Aufbewahrungsvorschriften oder Abfragen beim Verfassungsschutz beeindrucken Terrorverdächtige generell eher weniger.

Ein Kernpunkt des verschärften Waffengesetzes liegt in der Waffenaufbewahrung. Bei der Neuanschaffung eines Waffenschrankes muss nun ein höherer Standard eingehalten werden. Alte Waffenschränke dürfen weiter benutzt werden, bis die Lagerkapazität erreicht ist. Zudem wurde klargestellt, dass Waffen nur ungeladen aufbewahrt werden dürfen. Diese Regelung betrifft in der Praxis vor allem Sportschützen und Jäger.

Der Durchschnittsbürger ohne Waffenschein verfügt meist nur über sogenannte „freie Waffen“. Frank Göpper, Geschäftsführer des Forum Waffenrechts stellt fest: „Für Blankwaffen und andere erlaubnisfreie Waffen, wie etwa Luftdruckgewehre, ergeben sich keine Änderungen. Allerdings stellt der Gesetzgeber deutlicher als zuvor klar, dass auch freie Waffen vor dem Zugriff durch Unberechtigte geschützt und entsprechend gelagert werden müssen. Die Lagerung sollte mindestens in einem abschließbaren Holzschrank oder einem abschließbaren Raum – etwa Besenkammer – erfolgen. Auch eine abschließbare Wandvorrichtung – etwa für Degen oder Schwert – ist geeignet. Eine Armbrust muss verschlossen gelagert werden, ein Bogen hingegen ist laut Waffenrecht keine Waffe. Verschlossen und zudem ungeladen müssen Gas- und Signalwaffen gelagert werden.“

Doch auch wenn das neue Waffengesetz sogenannte „freie Waffen“ nicht tangiert, so gibt es doch eine Vielzahl von Regelungen bzgl. Erwerb, Aufbewahrung und Nutzung, derer man sich bei Kauf eines solchen Artikels bewusst sein sollte.

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